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Making off: Slimer in Damals war´s

Für die Damals war´s Sendung am 05. November 2017 habe ich mich mal an 3D Character-Animation heran gewagt:
Ein Slimer aus Ghostbusters im Studio. – Das weckte bei jedem im Team den kleinen versteckten Mac Gyver.
Ein Geist sollte im Studio spuken und sich am Popcorn vergreifen.
Als Teaser auf facebook postete ich dieses kleine „Making off: Slimer in Damals war´s“.

Mein Schwerpunkt liegt eher im Bereich 2D Animation und im 3D Bereich eher bei statischen Objekten bzw. Maschienen, Fahrzeugen und so weiter. 3D Character Animation gehört eigentlich weniger zu meiner Kernkompetenz und ist schon eine ganz eigene Kunst.

Character rigging in Blender

So ein kleiner unförmiger Geist, wie der Slimer ist aber ein gutmütiges Testobjekt für Leute wie mich, da er nicht laufen muss und auch in seiner Bewegung nicht an realen Lebewesen gemessen wird. Also habe ich es mal probiert und es wurde doch ganz lustig.

Das Slimer Modell kam unter CC-Lizenz von Adam Beamish. Danke dafür. In der 3D Software Blender habe ich dann ein Rigging für das Kerlchen erstellt. Das heißt, ich habe ihm ein unsichtbares rudimentäres Knochengerüst eingearbeitet, über das ich Hände, Unter- und Oberarme, Kopf, Mund und Augenbrauen bewegen konnte. Danach konnte ich also seine Bewegungen animieren.

3D integration mit Elment 3D

Das animierte 3D Modell importierte ich in Element 3D, dem After Effects Plugin für 3D Bearbeitung von Andrew Cramer (Video copilot). Hier konnte ich dann die 3D-Bewegung im Raum passend zum gedrehten Material aus der Moderation realisieren. Dazu wurde per Kameratracking die Kamerabewegung errechnet, der Slimer eingefügt und entsprechend ausgerichtet.
Aber warum einfach, wenn es auch schwer geht?
Es wäre doch kein Slimer, wenn er nicht alles voll slimen würde und wenn er nicht total verfressen wäre.
Die wirkliche Herausforderung bestand also darin, den Slimer im Studio mit Popkorn rumsauen zu lassen.

Um das in der Post zu realisieren, musste ich dem Slimer nicht nur Knochen und Bewegung geben, sondern auch physikalische Eigenschaften. Ebenso musste ich einige hundert Popkorn-Körner in einer unsichbaren Schüssel deponieren und sie mit den Händen und dem Körper vom Slimer interagieren lassen. Doch trotz der riesen Menge an Popkorn sah das Ergebnis eher mikrig aus.
Es musste eine andere Lösung her.

Reale Special Effects

Ich entschied mich, mit der Regisseurin, das Popkorn im Studio mit einem realen Trick fliegen zu lassen. Die Requisite baute zu dem Zweck eine Schüssel mit Druckluftanschluss. Damit konnte man Popkornfontänen auf Knofdruck erzeugen. Aber auch das sah einzeln noch viel zu harmlos aus. Ich legte letztendlich etliche Fontänen übereinander. Dazu kam das in Blender erzeugte Popkorn auch in zweifacher Ausführung leicht versetzt um wirklich genügen „Sauerei“ zu erzeugen. Auch das musste natürlich noch sauber in den Realdreh eingefügt werden.
Schließlich ergänzte ich hier und da noch neongrünes „Ektoplasma“.

Damit der Slimer einen ganzen Eimer Popkorn klauen konnte, kam im Studio eine Angel zum Einsatz. Den Slimer und das Ektoplasma fügte ich dann nachträglich ein. Dieses mal kam auch etwas „echtes“ Ektoplasma zum Einsatz: Das Kinderspielzeug Slimy, etwas mit Wasser verdünnt. In der Post noch etwas zum leuchten gebracht. Fertig.

Das war ein Spass.

Ein Slimer im Studio. – Das weckte bei jedem im Team den kleinen verstecktn Mac Gyver: Ein Geit soll im Studio spuken und sich am popcorn vergreifen. Alles für die kommende Sendung am Sonntag:

Posted by Michael Noller on Donnerstag, 2. November 2017

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