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Dinosaurier im Studio! – Ein kleines Making of


Der Moderator berichtet über das Dinofieber, welches sich im Premierenjahr von Jurassic Park ausbreitete und in kuriosen Songs gipfelte, als er selbst gerade noch einem rasenden Tyrannosaurus ausweichen kann. Es entsteht nur mäßiger Sachschaden: Das Urtier zertrümmert den Tresen und die Regie fährt geistesgegenwärtig das Musikvideo ab.

So hat es sich zugetragen am 17 April (20.15 Uhr MDR) in der Sendung „Damals war´s“ mit Hartmut Schulze-Gerlach. Natürlich war das ein Trick, einen echten Dino kann man ja garnicht bezahlen, aber es sah schon sehr echt aus. Hier nun in Kurzform, wie wir es gemacht haben.

 

Ausgangspunkt für die Anlage dieser Szene war der Dino. Für eine 3D-Animation nach Maß ist das Budget doch zu klein. Also nahmen wir einen fertigen Videoclip, dessen Kameraposition und bewegung für uns passen könnte und stellten dann die Echse per Hand frei. Für die Szeneneinrichtung beimDreh im Studio bauten wir mit alten Studiostills ein Dummy, damit Kamera, Regie und Licht wussten, wie Set, Licht und Kamera eingerichtet werden sollten. Die Moderation, die hinter dem Tresen stattfinden sollte, der dann zertrümmert wird, wurde ohne den Tresen aufgenommen. Anschließend wurde der Tresen einzeln ohne den Moderator abgelichtet und dann später  freigestellt. Da aus Anschlussgründen einige Requisiten auf und um den Tresen standen, mussten auch diese freigestellt werden und der Tresen entsprechend vervollständigt werden. So konnten die Requisiten später einzeln vom Tisch geschleudert werden. Der freigestellte Tresen konnte nun vor dem Moderator platziert werden. Damit der Tyrannosaurus auf den tresen treten konnte, musste er etwas tiefer platziert werden. Nach oben musste der shot ein wenig erweitert werden, damit man genug von der Urechse sehen konnte. Also wurden zusätzliche Scheinwerfer aus einem Foto des virtuellen Studios des ZDFs eingebaut. Nun setzten wir den Saurier so ein, dass er mit seinen Füßen guten Bodenkontakt hatte und zeichneten per Hand auch noch einen Schatten ein. Danach ging es an die Zerstörung des Tresen. Per Gitternetzverkrümmung wurde der Tresen Frame für Frame passend zum Echsenfuß verbogen, während die Requisiten so bewegt, skaliert, rotiert und verzerrt wurden, dass sie wirkten, wie weggeschleudert. Schließlich ahmten wir noch die Erschütterungen nach, die durch das Auftreten der Echse verursacht wurden, indem das ganze Bild jewisl ein wenig geschüttelt wurde. Farbkorrektur und Geräusche machten den Rest.

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